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Linsenimplantation

Linsenimplantation

Menschen, die unter Augenerkrankungen wie zum Beispiel Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leiden, benötigen in der Regel eine Brille oder entsprechende Kontaktlinsen zur Korrektur des Sehfehlers. Die Alternative zum Tragen von Brille oder Kontaktlinsen ist eine Augenlaserbehandlung mittels Lasik oder Lasek. Hierbei wird die Hornhaut des Auges so mit Laser behandelt, dass der vorhandene Brechungsfehler des Auges ausgeglichen wird und die Sehschärfe langfristig verbessert wird.

Linsenimplantation statt Laser-Therapie

Einige Augenerkrankungen können jedoch nicht mittels Augenlaser behandelt werden. So kann beispielsweise beim grauen Star dem Betroffenen eine Lasertherapie nicht helfen. Der graue Star, auch Katarakt genannt, führt nach und nach zu einer Trübung der Augenlinse. Im fortgeschrittenen Stadium sieht der Betroffene nur noch durch eine graue Nebelwand und ist, was das Sehen betrifft, im Alltag stark eingeschränkt. Hier kommt dann eine implantierte Linse ins Spiel. Zur Behandlung des grauen Stars kann die getrübte Linse entfernt werden und durch eine neue Kunstlinse ersetzt werden. Somit wird wieder ein scharfes Sehen möglich. Auch bei anderen Erkrankungen und Fehlsichtigkeiten wie der Altersweitsichtigkeit ist es möglich, eine neue Linse ins Auge einzusetzen. Diese wird auch als Intraokularlinse bezeichnet, weil Sie in das Auge eingepflanzt wird. Während des Eingriffs wird ein kleiner Schnitt in die Hornhaut durchgeführt. Durch diesen Spalt wird die alte Linse entfernt und die neue Kunstlinse implantiert. Anschließend wird das Auge für 24 Stunden mit einem Verband abgedeckt und ruhig gestellt. Zur Nachbehandlung ist eine Therapie mit Augentropfen notwendig. Der Betroffene sollte außerdem körperliche Anstrengung in den ersten Tagen nach dem Eingriff meiden. Welche Linse ins Auge implantiert wird, hängt ganz von der Art der Fehlsichtigkeit ab. Je nach Typ wird dann eine Monofokal-Linse (Einstärken-Linse) oder eine Multifokal-Linse (Mehrstärken-Linse) ins Auge eingesetzt.

Wer ist für die Linsenimplantation geeignet?

– Patienten mit einer Kurzsichtigkeit ab −0,5 Dioptrien (je nach Linsen-Art bis zu 20 Dioptrien und mehr)

– Patienten mit Weitsichtigkeit ab mindestens +3 Dioptrien (je nach Linsen-Art bis +15 und mehr Dioptrien)

– Patienten mit Astigmatismus bis ca. 7 Dioptrien (je nach Art der Linse)

– Patienten mit grauem Star und starker Linsentrübung

Vor- und Nachteile einer Linsenimplantation

Die Vorteile einer implantierten Kunstlinse liegen ganz klar auf der Hand. Patienten mit grauem Star erhalten ihr durch die Linsentrübung verlorenes Sehvermögen zurück. Denn die Folge eines fortgeschrittenen Katarakts ist die Erblindung. Menschen, die unter Altersweitsichtigkeit oder Weitsichtigkeit allgemein leiden, können mit dem neuen Augenimplantat bzw. einer implantierten Linse wieder ohne Brille scharf sehen. Wie jeder Eingriff hat auch die Linsenimplantation ein paar Risiken aufzuweisen. Es kann unter anderem zu Blutungen der Netzhaut kommen oder zu einem Makula-Ödem, einer Schwellung der Makula (schärfster Punkt des Sehens im Auge). Außerdem ist die Infektionsgefahr größer als bei einer Laserbehandlung.

Kosten für Linsenimplantate

Die Behandlungskosten für ein Linsenimplantat zur kosmetischen Korrektur von Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus liegen pro Auge bei ca. 2500,00 bis 2800,00 Euro. In der Schweiz werden bei einem grauen Star je nach Art der Linse die Kosten komplett oder anteilig von der gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dasselbe gilt für Deutschland. Wer bei der Katarakt-Operation eine höherwertige Linse möchte, muss aus eigener Tasche den Restbetrag zuzahlen. Eine Finanzierung der Behandlungskosten über Ratenzahlung ist bei vielen Augenärzten und Kliniken ebenfalls möglich.

Erfahrungen mit Linsenimplantaten

Patienten mit Sehschwächen wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder Altersweitsichtigkeit profitieren von den Linsenimplantaten. Die Brille wird überflüssig und die Lebensqualität steigt. Keine Brille mehr, die rutscht oder drückt und keine Kontaktlinsen mehr, die nach längeren Tragezeiten gerötete und gereizte Augen hervorrufen können. Vor allem Patienten, die für eine Lasik oder Lasek Therapie nicht in Frage kommen, profitieren von der neuen Intraokularlinse.

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Juni 23, 2016
Juni 23, 2016
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