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Augenlasermethoden/ Laserbehandlung

Augenlasermethoden/ Laserbehandlung

Eine Laserbehandlung bzw. das Arbeiten mit Lasermethoden gleich seinerzeit einer regelrechten Revolution im Bereich der Augenmedizin. Unter dem Begriff der refraktiven Chirurgie wurden bereits in den 1930er Jahren erste Experimente an der Hornhaut vorgenommen, doch erst 1987 wurde erstmals mit einem Excimer am Menschen gearbeitet. Es folgten Verfahren wie PRK, LASEK, LASIK und schließlich die Femto LASIK.

Wann eignen sich welche Lasermethoden?

Grundsätzlich gilt, dass nicht jede Laserbehandlung bei jeder Fehlsichtigkeit angewendet werden kann. Ein Excimer arbeitet beispielsweise mit einer Wellenlänge von 193 nm und ist in der Lage, Gewebe der Hornhaut besonders schonend abzutragen. Das geht jedoch nur dann, wenn die Dicke der Hornhauts ausreicht, was durch eine Voruntersuchung herausgefunden wird.

Zu den beliebtesten Lasermethoden zählt mittlerweile die Laser-in-situ-Keratomileusis oder LASIK. Auch hier wird direkt in die Hornhaut geschnitten und dort auf einem Durchmesser von maximal 9,5 Millimetern eine so genannte Lamelle ausgeschnitten. Das darunter liegende Gewebe wird daraufhin einer Laserbehandlung unterzogen, was maximal 30 Sekunden dauert.

Ein Verfahren, das erst im 21. Jahrhundert an Bedeutung gewann, ist die Femto LASIK. Die Parallelen zu PRK oder auch LASEK und LASIK sind durchaus vorhanden, doch arbeitet ein Femtolaser nicht mit der Technik des Verdampfens, sondern schneidet regelrecht in die Hornhaut und entfernt dort einen Lentikel.

Welche Krankheitsbilder lassen sich durch Lasermethoden behandeln?

Nicht alle Erkrankungen der Augen kommen für eine Laserbehandlung in Frage. Lasertechnik, die auch in der Prüftechnik oder unter den Stichwörtern wie Anemometrie und Strömungsmesstechnik oder bei der Bestimmung einer Wellenfront gute Dienste leistet, ist allerdings durchaus in der Lage Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Der Erfolg, den ein Augenlaser erzielt, ist allerdings an bestimmte Dioptrien -Werte gebunden.

Bei der Kurzsichtigkeit oder Myopie ist eine Laserbehandlung immer dann angezeigt, wenn die Fehlsichtigkeit stabil bleibt. Mit anderen Worten darf die Myopie nicht fortschreiten, sondern muss seit mindestens zwei Jahren auf demselben Wert bleiben. Des Weiteren werden bei der Laserbehandlung von Kurzsichtigkeit durch Femto LASIK die besten Erfolge bei Werten zwischen minus 0,5 und drei Dioptrien erzielt. Zwischen minus drei und minus fünf Dioptrien eignen sich die Lasermethoden meist immer noch, bis zu einem Wert von minus acht Dioptrien werden sie stets durchgeführt.

Wenn Sie unter Weitsichtigkeit bzw. Hyperopie leiden, kann der Augenlaser ebenfalls gute Dienste leisten. Die Laserbehandlung wird hier jedoch lediglich bis zu einem Wert von plus drei Dioptrien empfohlen. Auch hier ist die Erfolgsquote der Operationen überaus hoch und liegt – inklusive eventuellen Nachlaserns – bei mehr als 90 Prozent. Im Vordergrund steht mittlerweile eindeutig die Femto LASIK.

Ebenfalls eignen sich Lasermethoden bei der Diagnose Hornhautverkrümmung bzw. Astigmatismus bis zu einem Wert von rund fünf Dioptrien. Bei leichten Krankheitsbildern bis zu einem Wert von drei Dioptrien ist auch noch an PRK oder LASEK zu denken, ansonsten ist auch wieder die Femto LASIK das Mittel der Wahl.

Wann eignen sich die Lasermethoden nicht?

Nicht immer ist eine Laserbehandlung umsetzbar. Wie bereits erwähnt, eignen sich die einzelnen Lasermethoden nicht, wenn die Beeinträchtigung instabil oder zu hoch ausfällt. Es existieren jedoch noch einige andere „K.O.- Kriterien“ wie eine Schwangerschaft oder die Stillzeit. Darüber hinaus wird ein Augenlaser nicht bei Minderjährigen angewendet, da sich die Augen noch im Wachstum befinden.

Weitere Ausschlusskriterien liegen in der Diagnose von Augenkrankheiten wie Grauer Star oder Keratokonus und selbst Erkrankungen an Rheuma oder an der Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes sorgen dafür, dass verantwortungsbewusste Ärzte die Behandlung verweigern.

Welche Risiken entstehen bei der Laserbehandlung?

Natürlich bergen auch die modernen Lasermethoden gewisse Risiken. Diese sind jedoch in aller Regel kurzfristig und verschwinden wenige Tage bis Wochen nach der OP. Klassisch ist eine Fehlsichtigkeit in Form so genannter Halos oder einer verstärkten Lichtempfindlichkeit. Dies kann sich vor allem dann zeigen, wenn ein Patient nach einer Laserbehandlung geblendet wird.

Ein weiteres Risiko ist die Überkorrektur. Diese liegt immer dann vor, wenn die erreichten Werte oberhalb von plus oder minus einem halben Dioptrien liegen.

Risiken liegen allerdings nicht nur in einer Fehlsichtigkeit, sondern auch in großer Augentrockenheit und Jucken. Hintergrund ist dabei, dass bei dem Eingriff an der Hornhaut immer auch Nervenfasern zerstört werden, durch die die Hornhaut mit Flüssigkeit versorgt wurde. Abhilfe schaffen hier Augentropfen oder auch Salben und Gels. Eine Regeneration erfolgt nahezu immer, kann allerdings im schlimmsten Fall einige Monate in Anspruch nehmen.

In Einzelfällen kann es zur Ausbuchtung der Hornhaut, der so genannten Keratektasie kommen. Letzteres Problem deutet allerdings meist auf einen Behandlungsfehler hin und kann auf eine Behandlung bei zu starker Fehlsichtigkeit oder zu dünner Hornhaut unterhalb einer Dicke von einem halben Millimeter hindeuten.

Zuletzt liegt natürlich auch darin ein Risiko der Laserbehandlung, dass dem Auge eine Verletzung beigebracht wird. Zwar werden oftmals Steroidtabletten oder -tropfen gereicht oder besondere Spülungen durchgeführt, doch entstehen in Einzelfällen dennoch Entzündungen. Durch Antibiotika lässt sich diese allerdings in nahezu allen Fällen in den Griff bekommen.

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Juni 13, 2016
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